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 Der

Iris goldBerufsverband Deutscher Augenprothetiker

( BVDA )  e.V.

repräsentiert nach § 2 / Absatz 1 unserer Satzung den Zusammenschluß staatlich anerkannter Augenprothetiker und Meister in der Bundesrepublik Deutschland.

Nach § 2 Absatz 2 dient der Verein der Protektion und Pflege dieses Berufes und fördert diesen auf Basis der 170-jährigen Thüringer und Lauschaer Tradition der deutschen Augenprothetik.

Uns ist es ein großes Anliegen, über die allgemeingültige Situation der deutschen Augenprothetik verständlich und möglichst umfassend zu informieren.

Gerade in Deutschland ist der Standard der Augenprothetik auf beeindruckendem Niveau und die entsprechende Versorgung mit hochwertigen Kunstaugen gilt als durchaus gesichert.

Der Augenprothetiker ist hochspezialisiert in der Beratung, Sonderanfertigung, Anpassung und der Erläuterung sowie Einweisung in den Gebrauch des Heil- und Hilfsmittels Kunstauge oder Augenprothese. Nicht zuletzt ist er verantwortlich für die kosmetische Balance und somit das persönliche Wohlbefinden seines Patienten.

Eine besonders wichtige Zusammenarbeit mit Ärzten verschiedener Fachrichtungen wie Ophthalmologen, HNO-Ärzten, Unfall- und Gesichtschirurgen, Kinderärzten und Neurologen, sowie Augenoptikern und Epithetikern befähigen ihn als wichtige Anlaufstelle bei der Beratung und Behandlung mannigfaltiger Probleme.

    Die Ausbildung des Augenprothetikers erfolgt in 2 Stufen:

Grundausbildung

Erstausbildung mit staatlicher Anerkennung

Fortbildung

Staatlicher Abschluß

3 Jahre

2 Jahre

Praktische Ausbildung im Ausbildungsbetrieb AUGEN - ATELIER

Ausbildungsordnung Ausbildungsrahmenplan

Theoretische Ausbildung in einer Glasfachschule

Rahmenplan

Fortbildungsberuf

Ausbildungsplan nach BVDA e.V.

( über ) betrieblicher Ausbildungsplan nach BVDA e.V.

G e s c h i c h t l i c h e s  über die glasbläserische Ausbildung von   1700 - 1945

A u s b i l d u n g   nach  1945

S t a n d   1990

h e u t e

Nach langwierigen Konferenzen wurde zum 01.08.1998 der Beruf des Glasbläsers mit staatlicher Anerkennung neu erstellt. Neben weiteren Fachrichtungen konnte die

 Fachrichtung Kunstaugen

 mit Zustimmung aller Vereinigungen und Gruppierungen innerhalb der deutschen Augenprothetik neu erstellt werden. Das gesamte Verfahren wurde vom Vorsitzenden unseres Berufsverbandes Deutscher Augenprothetiker (BVDA) e.V. als Sachverständiger des Bundes begleitet.

 

 

 Nunmehr kann nach dem dualen Ausbildungssystem der Bundesrepublik Deutschland

- die Ausbildung erfolgt an zwei Lernorten: Atelier und Berufsschule -

die 3-jährige Grundausbildung eines Augenprothetikers (Glasbläser/Fachrichtung Kunstaugen) in der Glasfachschule Lauscha in Theorie und im jeweiligen Unternehmen innerhalb der Augenprothetik in der Praxis mit staatlichem Abschluß erfolgen. Der zeitliche und inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem betrieblichen Teil, die Glasfachschule vermittelt die erforderlichen theoretischen Kenntnisse und einige allgemeinbildende Inhalte. Die “Ausbildungsordnung”, die für die betriebliche Ausbildung gilt, und der “Rahmenplan”, nach welchem die Berufsschule verfährt, sind aufeinander abgestimmt.

Nach erfolgreicher Facharbeiterprüfung, HF kleinindem der Absolvent das Trennen, Fügen, Umformen und Mischen der Gläser, die farbliche Gestaltung der Iris, den Aufbau der vorderen Augenkammer

und die Herstellung von Interims-

Illigschale Lochprotheseund Standardaugenformen erlernt hat,

erfolgt die 2-jährige Fortbildung für den Service am Patienten.

Nach Satzung § 2 Absatz 3 fördert der Berufsverband Deutscher Augenprothetiker die untrennbare Einheit von  Farbgestaltung (Grundausbildung) und Prothetik.

Dies bedeutet, daß der echte Augenprothetiker seinen Grundberuf erlernt haben und beherrschen muß.

Wenn der Auszubildende sozusagen von der Pike auf im Augenatelier oder im gleichen augenprothetischen Unternehmen zum Fachmann herangebildet wird, kann man sicher sein, daß er seine Aufgabe zuverlässig beherrscht. Schlüsselqualifikationen, wie Betriebsidentifikation, Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewußtsein, Flexibilität, Team- und Lernfähigkeit sind neben der Fachausbildung wichtige Attribute, welche für die sich anschließende Aufbau- bzw. Fortbildungsstufe das Fundament bilden.

Die medizinisch-prothetische Ausbildung für die individuelle Einzelstück-Anfertigung am Patienten kann sich so lückenlos anknüpfen.

 Unter dem Aspekt der Qualitätssicherung im Interesse des einzelnen Patienten ist die medizinische Komponente dieses verantwortungsvollen Berufes besonders hervorzuheben.

Die Notwendigkeit dieser Präsenz ergibt sich aus dem Faktum, daß Roh- und Halbfertigprodukte verarbeitet werden, die erst durch

  • Beratung
  • Sonderanfertigung und
  • individuelle Anpassung

im persönlichen Kontakt mit dem Patienten zu einem vollwertigen Heil- und Hilfsmittel werden. Für die Ausgestaltung der Funktion, Bestimmung der Materialien, technische und künstlerische Umsetzung bedarf es im Interesse der Patienten meisterlicher Kenntnisse und Fertigkeiten.

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 Um seinen persönlichen Augenprothetiker zu finden, empfiehlt es sich, diesen nach seinem ( staatlichen ) Abschluss zu befragen.

 Copyright © 2000 by BVDA e.V.   D - Berlin  /  erstellt  von  Th. Knauer  am   01.10.00. geä. am  02.01.06  Nachdruck   nur   mit  ausdrücklicher   Genehmigung  des  Verfassers.